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Amazon führt in Europa einen Zuschlag von 1,5 % für FBA und MCF ein – was bedeutet das für Verkäufer?

03.04.2026

Datum der letzten Aktualisierung: 03.04.2026

Amazon hat die Einführung eines vorübergehenden Zuschlags von 1,5 % auf die Gebühren für die Auftragsabwicklung in Europa angekündigt. Die Änderung betrifft sowohl FBA als auch teilweise MCF und zielt darauf ab, die steigenden Kosten für Kraftstoff und Logistik teilweise auszugleichen.

Für Verkäufer ist dies eine weitere Aktualisierung, die man nicht auf die lange Bank schieben sollte. Der Satz wirkt zwar nicht hoch, kann aber bei größerem Verkaufsvolumen spürbar die Rentabilität des gesamten Portfolios beeinflussen.

Wenn Sie prüfen möchten, wie sich Gebührenänderungen auf Ihr Unternehmen auswirken, sehen Sie sich an, wie umfassende Amazon-Vertriebsbetreuung aussieht und wie wir die Rentabilität des gesamten Kontos analysieren.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Ab wann gilt der neue Amazon-Zuschlag?

  2. Was genau ist der neue Zuschlag von 1,5 %?

  3. Wie wird der Amazon-Zuschlag berechnet?

  4. Wie wirkt sich der neue Zuschlag auf die Rentabilität des Verkaufs aus?

  5. Was sollte man auf dem Verkäuferkonto tun?

  6. Ist der Amazon-Zuschlag dauerhaft?

  7. Was bedeutet diese Änderung für Marken, die über Amazon verkaufen?

  8. Zusammenfassung

  9. FAQ

Diesen Artikel lesen Sie in 4 Minuten.

Ab wann gilt der neue Amazon-Zuschlag?

Amazon hat mitgeteilt, dass:

  • ab 17. April 2026 der Zuschlag von 1,5 % im FBA-Programm gilt

  • ab 2. Mai 2026 der Zuschlag auch den MCF-Service umfasst

Im Fall von FBA betrifft die Änderung: Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Polen, Schweden, die Niederlande, Irland und Belgien.

Im Fall von MCF umfasst der Zuschlag: Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien.

Was genau ist der neue Zuschlag von 1,5 %?

Dies ist ein vorübergehender Zuschlag aufgrund von Kraftstoff- und Logistikkosten. Amazon weist darauf hin, dass der Anstieg der Preise für Kraftstoff und Transport zu höheren Betriebskosten in der gesamten Branche geführt hat. Bisher hat das Unternehmen diese Ausgaben selbst getragen, nun hat es sich jedoch entschieden, einen Teil dieser Kosten über eine zusätzliche Gebühr zurückzuholen, die zur Auftragsabwicklung hinzugerechnet wird.

In der Praxis bedeutet das, dass die Kosten für die Auftragsabwicklung höher sein werden als bisher und Verkäufer diese Änderung in ihren Margenkalkulationen berücksichtigen sollten.

Wie wird der Amazon-Zuschlag berechnet?

Das ist eine der wichtigsten Informationen aus Sicht des Verkäufers.

Der Zuschlag wird nicht auf den Verkaufspreis des Produkts berechnet. Amazon schlägt ihn auf die Gebühr für die Auftragsabwicklung auf. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn die Auswirkung der Änderung muss nicht auf Umsatz-, sondern auf Fulfillment-Kostenebene bewertet werden.

Laut Amazon beträgt der Zuschlag im Durchschnitt etwa:

  • 0,05 EUR pro Einheit in der Europäischen Union

  • 0,05 GBP pro Einheit in Großbritannien

Man muss jedoch bedenken, dass der endgültige Betrag je nach Größe und Abmessungen des Produkts variieren kann.

Wie wirkt sich der neue Zuschlag auf die Rentabilität des Verkaufs aus?

In vielen Fällen wirkt die Änderung bei der Analyse eines einzelnen Artikels nicht bedrohlich. Das Problem entsteht jedoch, wenn man breiter schaut - auf das gesamte Verkaufsvolumen, die Kostenstruktur und die Marge in verschiedenen Produktgruppen.

Genau deshalb lohnt es sich, nicht nur einzelne ASINs zu analysieren, sondern das gesamte Portfolio. Produkte mit geringerer Marge, größeren Abmessungen oder schwächerer Kosteneffizienz können nach dieser Änderung eine schnelle Reaktion erfordern.

Am häufigsten sollte man prüfen:

  • welche Produkte den kleinsten Margenpuffer haben

  • wie hoch der Anteil der Gebühren für die Auftragsabwicklung an den Kosten ist

  • ob die Verpackungsart die Kosten stärker erhöht als nötig

  • ob die aktuelle Preisstrategie nach der Änderung noch aufgeht

Genau deshalb analysieren immer mehr Unternehmen ihre Verkaufsergebnisse datengestützt – besonders in dem Bereich, den die Schritte der Amazon-Vertriebsbetreuung abdecken.

Was sollte man auf dem Verkäuferkonto tun?

Amazon hat mitgeteilt, dass die Tools bereits aktualisiert wurden, mit denen sich die Auswirkungen des neuen Zuschlags bewerten lassen. Dazu gehören unter anderem:

  • Gewinnprüfung

  • FBA-Umsatzrechner

  • Bericht über geschätzte Gebühren und Wirtschaftlichkeit

Das ist ein guter Zeitpunkt, die Daten strukturiert durchzugehen und drei Bereiche zu prüfen:

1. Rentabilität der Produkte

Zuerst sollte man sehen, welche Produkte den Kostenanstieg bei der Auftragsabwicklung am stärksten spüren werden.

2. Maße und Verpackung

Der Zuschlag hängt von den Produktparametern ab, daher sind Größe und Art der Versandvorbereitung hier besonders wichtig.

3. Ergebnis des gesamten Portfolios

Die besten Entscheidungen ergeben sich nicht aus dem Blick auf ein einzelnes Produkt, sondern aus der Bewertung des gesamten Verkaufsmodells.

Bei komplexeren Problemen lohnt es sich, Unterstützung im Rahmen von einmaligen Amazon-Dienstleistungen in Betracht zu ziehen.

Ist der Amazon-Zuschlag dauerhaft?

Derzeit kommuniziert Amazon ihn als vorübergehende Lösung. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass die Höhe des Zuschlags fortlaufend im Hinblick auf die Marktbedingungen bewertet wird.

Das bedeutet, dass sich die Situation noch ändern kann. Umso mehr lohnt es sich, diesen Moment als Signal zu nutzen, um Rentabilität und Betriebskosten zu ordnen.

Was bedeutet diese Änderung für Marken, die über Amazon verkaufen?

Für manche Unternehmen ist dies einfach eine weitere Kostenanpassung. Für andere - insbesondere für diejenigen mit geringerer Marge - kann es ein Moment sein, in dem sie ihre Preisstrategie, die Portfolio-Struktur und die Wirtschaftlichkeit ausgewählter Produkte neu betrachten müssen.

Solche Änderungen bringen ein Geschäft selten von einem Tag auf den anderen ins Wanken. Häufig verschlechtern sie das Ergebnis Schritt für Schritt, wenn sie niemand vorher durchrechnet.

Deshalb ist es besser, nicht nur auf den Prozentsatz zu schauen, sondern sich eine einfachere Frage zu stellen: Wie wird sich dieser Zuschlag auf das tatsächliche Ergebnis unseres Geschäfts auswirken?

Zusammenfassung

Amazon führt ab dem 17. April 2026 in ausgewählten europäischen Ländern, darunter Polen, einen Zuschlag von 1,5 % auf die FBA-Gebühren ein. Ab dem 2. Mai 2026 betrifft die Änderung auch MCF in einigen Märkten. Der Zuschlag wird auf die Gebühr für die Auftragsabwicklung berechnet und nicht auf den Verkaufspreis des Produkts.

Für Verkäufer ist das ein klares Signal, die Rentabilität erneut zu berechnen, die Gebühren auf Produktebene zu prüfen und die Auswirkungen der Änderungen auf das gesamte Portfolio zu bewerten.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Analyse der Verkaufskosten auf Amazon?
Unser Team hilft Marken dabei, die Auswirkungen von Gebührenänderungen zu berechnen, die Rentabilität des Portfolios zu bewerten und Bereiche aufzuzeigen, in denen sofort reagiert werden sollte. 

Füllen Sie das Kontaktformular aus, und lassen Sie uns besprechen, wie Sie mit den neuen Gebühren so umgehen können, dass die Rentabilität Ihres Unternehmens geschützt bleibt.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Gilt der Amazon-Zuschlag auch für Polen?

Ja. Im Fall von FBA gilt der Zuschlag ab dem 17. April 2026 auch in Polen.

Wird der Amazon-Zuschlag auf den Verkaufspreis berechnet?

Nein. Der Zuschlag wird auf die Gebühr für die Auftragsabwicklung berechnet.

Wie hoch ist der neue Amazon-Zuschlag?

Amazon führt einen vorübergehenden Zuschlag von 1,5 % aufgrund von Kraftstoff- und Logistikkosten ein.

Gilt der Zuschlag auch für MCF?

Ja, aber ab dem 2. Mai 2026 und nur in ausgewählten Ländern: Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien.

Wie lässt sich die Auswirkung des Zuschlags auf die Marge prüfen?

Am besten nutzt man die von Amazon bereitgestellten Tools wie die Gewinnprüfung, den FBA-Umsatzrechner und den Bericht über geschätzte Gebühren und Wirtschaftlichkeit.

Amazon führt in Europa einen Zuschlag von 1,5 % für FBA und MCF ein – was bedeutet das für Verkäufer?