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Neue Gebührenregeln für digitale Dienste bei Amazon ab dem 20. März 2026: Frankreich, Italien, Spanien
23.02.2026

Datum der letzten Aktualisierung: 23.02.2026
Änderungen in der Gebührenpolitik auf Marktplatzplattformen sind Momente, in denen die Rentabilität vieler Unternehmen auf dem Spiel steht. Am 20. März 2026 tritt ein wichtiges Update zur Gebühr für digitale Dienste (Digital Services Fee) in den Shops in Frankreich, Italien und Spanien in Kraft.
Diese Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf staatliche Steuern auf digitale Dienste (DST) und soll die Gebührensätze besser an die tatsächlichen Betriebskosten des Dienstes anpassen. Für Verkäufer, die außerhalb dieser Länder registriert sind, bedeutet dies eine neue Gewinnkalkulation.
Inhaltsverzeichnis:
Was ist die Digital Services Fee und wen betrifft sie?
Detaillierte Analyse der Sätze ab dem 20. März 2026
Gebührenmatrix: Wo und wie viel zahlen Sie?
Warum verzichtet Amazon auf unvorhersehbare Variablen?
Berechnungsbeispiele: Wie wirkt sich die Änderung auf den Stückpreis aus?
Monitoring und Tools: Wo finden Sie Informationen?
Zusammenfassung
Diesen Artikel lesen Sie in 5 Minuten.
Was ist die Digital Services Fee und wen betrifft sie?
Die Gebühr für digitale Dienste (DSF) ist kein fester Pauschalbetrag. Es handelt sich um einen prozentualen Aufschlag auf die Standardgebühren von Amazon. Dieser Mechanismus wurde eingeführt, um die Kosten der DST-Steuern zu decken, die im Vereinigten Königreich 2 % und in Frankreich, Italien und Spanien 3 % betragen.
Gemäß den neuen Richtlinien hängt die Berechnung der DSF ab dem 20. März 2026 streng von zwei Faktoren ab:
Land der Unternehmensregistrierung des Verkäufers
Dem Store, in dem die Transaktion stattfindet.
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Welche konkreten Gebühren werden um DSF erhöht?
Merken Sie sich diese Liste, denn auf diese Werte wird ein zusätzlicher Prozentsatz aufgeschlagen:
Kategorie: Selling on Amazon fees (Verkaufsprovision, feste Abschlussgebühr, variable Abschlussgebühr sowie Gebühr für beschleunigte Auszahlungen).
Kategorie: Fulfillment by Amazon (FBA) fees (Gebühr für die Auftragsabwicklung und Rückbelastung für Versandkosten) - Hinweis: gilt nur für ausgewählte Verkaufsländer
Detaillierte Analyse der Sätze ab dem 20. März 2026
Ab dem 20. März erfolgt eine präzise Unterscheidung der Sätze. Nachfolgend zeigen wir, wie sich die Belastung je nach Standort des Unternehmens verändert.
Verkäufer mit Sitz im Vereinigten Königreich (UK)
Beim Verkauf in den Shops in Frankreich, Italien und Spanien wird die DSF-Gebühr in Höhe von 3 % sowohl zu den Verkaufsgebühren (Selling on Amazon) als auch zu den FBA-Gebühren hinzugerechnet.
Verkäufer mit Sitz in Italien oder Spanien
Beim Verkauf im Shop im Vereinigten Königreich sowie in Frankreich wird eine DSF-Gebühr in Höhe von 3 % erhoben (gilt für Selling on Amazon sowie FBA).
Verkäufer aus anderen Ländern (z. B. Polen, Deutschland, USA, Kanada)
Dies ist die wichtigste Kategorie für die meisten internationalen Verkäufer. Wenn Ihr Unternehmen nicht in UK, IT oder ES registriert ist, gelten die folgenden Regeln:
Verkauf in Italien, Spanien und Frankreich: 3 % DSF-Gebühr werden zu den Selling on Amazon-Gebühren hinzugerechnet.
Spezifik des französischen Marktes: Hier umfasst die Gebühr 3 % auch die FBA-Kosten.
Gebührenmatrix: Wo und wie viel zahlen Sie?
Um die schnelle Überprüfung der Kosten zu erleichtern, haben wir eine zusammenfassende Übersicht auf Basis offizieller Daten erstellt:
Verkaufsmarkt (Store) | Sitz: Vereinigtes Königreich | Sitz: Frankreich | Sitz: Italien / Spanien | Sitz: Andere (z. B. Polen) |
UK | 2%* | 3%* | 3% | 2%* |
Frankreich | 3%* | 3%* | 3%* | 3%* |
Italien / Spanien | 3%* | 3%* | 3% | 3% |
Sonstige (z. B. PL, DE) | 2%* | 3%* | 3% | 0% |
*Gilt auch für Gebühren für die Auftragsabwicklung durch Amazon (FBA).
Warum verzichtet Amazon auf unvorhersehbare Variablen?
Früher konnten DST-Gebühren unvorhersehbar sein, da sie vom Standort des Käufers abhingen, was zum Zeitpunkt der Produkteinstellung schwer zu schätzen war.
Was ändert sich?
Anstatt sich auf variable Kundenstandorte zu stützen, führt Amazon eine feste Gebühr ein, die ausschließlich auf dem Standort des Verkäufers und des Shops basiert.
Das sorgt für geschäftliche Planbarkeit – schon bei der Preisplanung ist der genaue Aufschlagsprozentsatz bekannt.
Wichtiger Hinweis: Seit dem 15. August 2025 erhebt Amazon keine DSF mehr im Zusammenhang mit der kanadischen Digitalsteuer für Unternehmen aus Kanada, die auf Amazon.ca verkaufen.
Berechnungsbeispiele: Wie wirkt sich die Änderung auf den Stückpreis aus?
Betrachten wir drei reale Szenarien, um zu verstehen, um welche Beträge es geht. In allen Beispielen gehen wir von einem Artikelpreis von 15 Geldeinheiten, einer Provision (Referral fee) von 2,25 und einer FBA-Gebühr von 3,30 aus.
Szenario 1: Ein Unternehmen aus Kanada (Kategorie „Andere“) verkauft im Vereinigten Königreich
Es wird ein Satz von 2 % auf beide Gebührenkategorien angewendet.
Provision (2,25 £) x 2 % = 0,05 £
FBA (3,30 £) x 2 % = 0,07 £
DSF gesamt: 0,11 £ (aufgerundet).
Szenario 2: Ein Unternehmen aus Deutschland (Kategorie „Andere“) verkauft in Italien
Es wird ein Satz von 2 % angewendet (gemäß den Daten für „Any other country“ bei Verkäufern in IT/ES vor März 2026; ab dem 20. März beträgt dieser Satz für Italien/Spanien jedoch 3 % auf Selling on Amazon fees).
Provision (2,25 €) x 3 % = 0,07 €
In diesem Fall umfasst die DSF keine FBA-Gebühr (0,00 €).
Szenario 3: Ein Unternehmen aus Frankreich verkauft in Kanada
Hier gilt aufgrund des Firmensitzes in Frankreich der volle Satz von 3 %.
Provision (2,25 $) x 3 % = 0,07 $* FBA (3,30$) x 3 % = 0,10 $
DSF gesamt: 0,17 $.
Monitoring und Tools: Wo finden Sie Informationen?
Verkäufer werden nicht ohne technologische Unterstützung gelassen. Sie können mehrere Optionen zur Kostenüberwachung nutzen:
Revenue Calculator - ermöglicht die Vorschau der Gebühr für digitale Dienste vor dem Einstellen des Artikels. Dies ist ein zentrales Tool zum Testen neuer Preisstrategien.
Transaction View (Zahlungsberichte): Jede Transaktion wird einen gesonderten DSF-Posten haben.
Fee Explainer: Nach dem Anklicken des Gebührenbetrags zeigt das System eine detaillierte Erklärung der Berechnung an.
SKU Economics Report: Das beste Tool für die historische Analyse aggregierter Gewinne, Rücksendungen und aller Gebühren (einschließlich Werbekosten) für jede SKU einzeln.
Zusammenfassung
Das Gebühren-Update vom 20. März 2026 ist ein Signal für Verkäufer, die Rentabilität in den Märkten Südeuropas und in Frankreich noch genauer zu betrachten. Obwohl ein 3-%-Aufschlag auf die Gebühren wie eine kleine Änderung erscheint, kann dies bei großem Verkaufsvolumen das Nettoergebnis erheblich beeinflussen.
FAQ - Gebühr für digitale Dienste (Digital Services Fee) auf Amazon
Was ist die Digital Services Fee (DSF) auf Amazon?
Die Digital Services Fee ist ein prozentualer Aufschlag auf die Standardgebühren von Amazon. Sie wurde eingeführt, um die Kosten staatlicher Steuern auf digitale Dienste (DST) zu decken. Es handelt sich nicht um einen festen Betrag – ihre Höhe hängt vom Land der Registrierung des Verkäufers und dem Shop ab, in dem die Transaktion stattfindet.
Wann treten die neuen Regeln für die DSF-Berechnung in Kraft?
Die neuen Regeln für die Gebühr für digitale Dienste treten am 20. März 2026 in Kraft. Ab diesem Tag führt Amazon feste Sätze ein, die ausschließlich auf dem Standort des Verkäufers und des Shops basieren, und verzichtet auf unvorhersehbare Variablen, die mit dem Standort des Käufers zusammenhängen.
Welche Länder sind von den neuen DSF-Sätzen ab März 2026 betroffen?
Das Update betrifft die Amazon-Shops in Frankreich, Italien und Spanien, wo die DSF-Rate 3 % beträgt. Im Vereinigten Königreich beträgt die Rate 2 %. Die Änderungen sind besonders relevant für Verkäufer, die außerhalb dieser Länder registriert sind.
Wie hoch ist die DSF-Gebühr für polnische Verkäufer auf Amazon?
Polnische Verkäufer (Kategorie „Andere“) zahlen beim Verkauf in Italien, Spanien und Frankreich 3 % DSF, die zu den Selling on Amazon-Gebühren hinzugerechnet werden. Auf dem französischen Markt umfasst die 3-%-Gebühr zusätzlich die FBA-Kosten. Beim Verkauf in anderen Ländern (z. B. Deutschland) beträgt die DSF 0 %.
Auf welche Amazon-Gebühren wird die DSF berechnet?
Die DSF wird auf zwei Gebührenkategorien erhoben: Selling on Amazon fees (Verkaufsprovision, feste und variable Abschlussgebühr, Gebühr für beschleunigte Auszahlungen) sowie Fulfillment by Amazon fees (Gebühr für die Auftragsabwicklung, Rückbelastung für Versandkosten) – letztere nur in ausgewählten Ländern.
Gilt die DSF-Gebühr für FBA-Kosten für alle Verkäufer?
Nein, die DSF auf FBA-Gebühren hängt von der Kombination aus Unternehmenssitz und Verkaufsmarkt ab. Für polnische Verkäufer wird die DSF auf FBA nur beim Verkauf in Frankreich erhoben. Beim Verkauf in Italien und Spanien umfasst die DSF ausschließlich die Selling on Amazon-Gebühren.
Wie kann ich die Höhe der DSF-Gebühr vor dem Einstellen eines Produkts prüfen?
Amazon stellt den Revenue Calculator bereit, der die DSF-Gebühr vor dem Einstellen eines Produkts anzeigt. Nach einer Transaktion sind die Details der DSF im Transaction View (Zahlungsberichte) sowie im Fee Explainer sichtbar. Für historische Analysen dient der SKU Economics Report.
Warum ändert Amazon die Berechnung der DSF?
Früher waren DST-Gebühren unvorhersehbar, da sie vom Standort des Käufers abhingen. Das neue System mit festen Sätzen sorgt für geschäftliche Planbarkeit – der Verkäufer kennt den genauen Aufschlagsprozentsatz bereits bei der Preisplanung.
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