Amazon Änderungen 2026 – AWD, Brand Registry und Pan-EU FBA in Europa

Neuigkeiten

Amazon verändert Logistik, Markenmanagement und Pan-EU FBA. Was sollten Sie vor dem nächsten Schritt Ihres Umsatzwachstums prüfen?

Amazon Änderungen 2026 – AWD, Brand Registry und Pan-EU FBA in Europa

Datum der letzten Aktualisierung: 26.08.2026

Amazon führt weitere Updates für Verkäufer in Europa ein. Dieses Mal betreffen die Änderungen drei Bereiche, die direkten Einfluss auf die Art und Weise der Verkaufssteuerung haben:

  • Lagerbestände und logistische Vorbereitung,

  • Zugriff auf markenbezogene Funktionen,

  • Anforderungen des Pan-EU FBA-Programms.

Amazon Warehousing and Distribution (AWD) ist nun in weiteren europäischen Ländern verfügbar. Brand Registry ändert die Verwaltung von Selling Roles, und Verkäufer, die Pan-EU FBA nutzen, müssen zusätzliche Angebote für die Niederlande und Belgien vorbereiten.

Keine dieser Änderungen garantiert für sich genommen bessere Verkaufsergebnisse. Jede erfordert jedoch eine Überprüfung, ob die aktuellen Prozesse, das Angebot und das Konto für die neuen Regeln bereit sind.

Inhaltsverzeichnis:

  1. AWD in Europa verfügbar. Mehr Flexibilität bei der Bestandsverwaltung

  2. Brand Registry wechselt von Merchant Tokens zu Account IDs

  3. Pan-EU FBA wird Angebote in den Niederlanden und Belgien erfordern

  4. Drei Updates, ein gemeinsames Fazit

  5. Zusammenfassung – Was sollte man jetzt tun?

  6. FAQ – Häufig gestellte Fragen

Lesezeit für diesen Artikel: 4 Minuten.


AWD in Europa verfügbar. Mehr Flexibilität bei der Bestandsverwaltung

Amazon Warehousing and Distribution (AWD) ist jetzt in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien verfügbar.

Die Lösung ermöglicht es, qualifizierte Bestände in Amazon-Verteilzentren zu lagern und anschließend die Lagerbestände in den FBA-Logistikzentren automatisch aufzufüllen.

Dank AWD können Verkäufer:

  • zusätzliche Lagerfläche für Großhandelsbestände nutzen,

  • die manuelle Verwaltung der FBA-Nachbepackung durch automatisches Replenishment reduzieren,

  • von festen Lagertarifen unabhängig von der Lagerdauer profitieren,

  • Lagerung und Lieferungen an FBA in einer einzigen Lösung verwalten.

Dies ist besonders wichtig in Zeiten erhöhter Nachfrage, wenn die Produktverfügbarkeit entscheidend sein kann, um den Absatz aufrechterzuerhalten.

Amazon weist darauf hin, dass AWD bei der Vorbereitung des Lagerbestands vor Black Friday und Cyber Monday helfen kann.

Um die Lösung im 4. Quartal zu nutzen:

  • muss der Bestand bis zum 7. Oktober 2026 in den AWD-Zentren eintreffen,

  • muss die Nachschubsendung von AWD an FBA bis zum 10. Oktober 2026 erstellt werden.

Amazon sieht außerdem eine saisonale Aktion vor. Vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2026 entfallen die AWD-Lagergebühren für qualifizierte Bestände in europäischen AWD-Zentren. Die übrigen Programmgebühren, unter anderem für den Wareneingang, Warenausgang und Transport, werden weiterhin zu den Standardsätzen berechnet.

Die bloße Verfügbarkeit von zusätzlichem Speicherplatz ersetzt jedoch nicht die Bestandsplanung.

Bei der Bestandsplanung sollten auch die aktuellen Änderungen bezüglich der FBA-Kosten und -Regeln in Europa berücksichtigt werden.

Vor der Implementierung von AWD lohnt es sich zu prüfen:

  • welche Produkte am anfälligsten für Out-of-Stock-Situationen sind,

  • welche SKUs vor der Saison eine stärkere Absicherung benötigen,

  • ob die Umsatzprognosen dem geplanten Lagerbestand entsprechen,

  • ob das aktuelle FBA-Nachschubmodell ausreichend vorhersehbar ist.

Höhere logistische Flexibilität funktioniert am besten, wenn sie auf einer korrekten Planung basiert.

Brand Registry wechselt von Merchant Tokens zu Account IDs

Ab dem 29. Juli 2026 ändert Amazon die Art und Weise der Verwaltung von Selling Roles in der Brand Registry.

Administratoren der Brand Registry werden bei der Zuweisung oder Änderung von Verkaufsrollen Account IDs anstelle von Merchant Tokens verwenden.

Die Änderung betrifft Unternehmen, die:

  • Administratoren der Brand Registry sind,

  • zugewiesene Selling Roles haben,

  • die über diese Rollen verfügbaren Funktionen nutzen oder nutzen möchten.

Selling Roles ermöglichen unter anderem den Zugriff auf Tools wie:

  • A+ Content,

  • Brand Store,

  • Vine.

Laut Amazon soll die Account ID die Verwaltung vereinfachen, da sie eine einzige globale Kennung bietet, anstatt mehrere Merchant Tokens verwalten zu müssen.

Für Unternehmen, die ihren Verkauf im Team ausbauen, ist dies ein guter Zeitpunkt, um die aktuelle Zugriffsstruktur zu überprüfen.

Es lohnt sich zu verifizieren:

  • wer über Administratorrechte verfügt,

  • welche Rollen derzeit zugewiesen sind,

  • ob der Zugriff den aktuellen Aufgaben der am Konto arbeitenden Personen entspricht,

  • ob nicht mehr benötigte Berechtigungen immer noch aktiv sind.

Eine geordnete Zugriffsverwaltung hilft, das Fehlerrisiko zu minimieren, und erleichtert die Kontrolle der Verantwortlichkeiten für die auf dem Konto durchgeführten Aktionen.

Pan-EU FBA wird Angebote in den Niederlanden und Belgien erfordern

Amazon erweitert die Anforderungen für Produkte, die über Pan-EU FBA vertrieben werden.

Ab dem 3. September 2026 müssen alle Produkte, die Pan-EU FBA nutzen – sowohl neue als auch bereits bestehende –, zusätzlich zu den bisherigen Listing-Anforderungen ein aktives Angebot in den Niederlanden haben.

Anschließend wird diese Anforderung ab dem 26. Februar 2027 auch auf Belgien ausgeweitet.

Amazon sieht in bestimmten Situationen die Möglichkeit von Ausnahmen vor, unter anderem wenn:

  • das Produkt auf dem jeweiligen Markt nicht verkauft werden darf,

  • das Produkt die lokalen sprachlichen oder Kennzeichnungsanforderungen nicht erfüllt,

  • das Konto auf dem jeweiligen Marketplace vorübergehend inaktiv ist,

  • das Produkt auf dem jeweiligen Markt noch keine Detailseite hat.

Das Hinzufügen weiterer Marketplaces erfordert jedoch eine vorherige Prüfung der Produktbereitschaft.

Vor der Erweiterung des Angebots sollte analysiert werden:

  • ob das Listing für die Anforderungen des jeweiligen Marktes vorbereitet ist,

  • ob die Produktdokumentation vollständig ist,

  • ob das Produkt die lokalen Verkaufsanforderungen erfüllt,

  • ob der Prozess zur Betreuung weiterer Marketplaces operativ bereit ist.

Pan-EU FBA kann den Verkaufsaufbau in Europa erleichtern, erfordert jedoch eine entsprechende Vorbereitung aufseiten des Angebots und der Prozesse.

Wenn Sie dieses Modell nutzen oder dessen Einführung in Erwägung ziehen, prüfen Sie auch die Anforderungen, Vorteile und Risiken von Pan-EU auf Amazon.

Drei Updates, ein gemeinsames Fazit

AWD, die Änderung der Verwaltung von Selling Roles und die neuen Anforderungen für Pan-EU FBA betreffen unterschiedliche Elemente des Verkaufs auf Amazon.

Sie verbindet jedoch eine gemeinsame Richtung: Der Ausbau des Verkaufs erfordert eine immer bessere Vorbereitung im Hintergrund.

Größere Bestände erfordern Kostenkontrolle und Prognosen.
Mehr Markenfunktionen erfordern strukturierte Zugriffsrechte.
Weitere Marketplaces erfordern ein fertiges Angebot und eingespielte Prozesse.

Daher sollte jede Änderung von Amazon nicht nur als technisches Update, sondern als Entscheidung über die Art und Weise der Verkaufssteuerung analysiert werden.

Zusammenfassung – Was sollte man jetzt tun?

  1. Prüfen Sie, welche Produkte vor der Q4-Saison von AWD profitieren können.

  2. Überprüfen Sie die Zugriffsebenen und Rollen in der Brand Registry.

  3. Bereiten Sie Ihr Angebot für die Pan-EU FBA-Anforderungen für die Niederlande und Belgien vor.

  4. Beurteilen Sie, ob Ihre aktuellen Prozesse für den weiteren Verkaufsaufbau in Europa bereit sind.

Die Änderungen von Amazon bieten neue Möglichkeiten, aber deren Nutzung hängt davon ab, wie gut die Prozesse hinter dem Verkauf vorbereitet sind.

Bei Verkäufen auf mehreren europäischen Märkten gewinnt die konsistente Verwaltung von Angebot, Logistik, Konto und den aktuellen Amazon-Anforderungen immer mehr an Bedeutung. In solchen Fällen kann eine umfassende Betreuung des Verkaufs auf Amazon die Lösung sein, die sowohl operative Tätigkeiten als auch die Weiterentwicklung des Kontos umfasst.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was ist Amazon Warehousing and Distribution (AWD)?

Amazon Warehousing and Distribution ist eine Lösung, die es ermöglicht, qualifizierte Bestände in Amazon-Verteilzentren zu lagern und Bestände in FBA-Logistikzentren automatisch aufzufüllen. AWD kann die Notwendigkeit einer manuellen Nachbestellungsverwaltung verringern und zusätzlichen Platz für Großhandelsbestände bieten.

In welchen europäischen Ländern ist Amazon AWD verfügbar?

Den im Artikel beschriebenen Informationen zufolge ist Amazon AWD in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien verfügbar. Verkäufer können die Lösung unter anderem nutzen, um vor Zeiten erhöhter Nachfrage größere Bestände aufzubauen.

Welche AWD-Fristen gelten vor dem Black Friday und Cyber Monday 2026?

Um AWD im Q4-Zeitraum zu nutzen, sollte der Bestand bis zum 7. Oktober 2026 in den AWD-Zentren eintreffen, und die Nachschubsendung von AWD an FBA sollte bis zum 10. Oktober 2026 erstellt werden.

Was ändert sich 2026 in der Amazon Brand Registry?

Ab dem 29. Juli 2026 verwenden Administratoren der Brand Registry Account IDs anstelle von Merchant Tokens bei der Zuweisung und Änderung von Selling Roles. Laut Amazon soll eine einzige globale Kennung die Verwaltung von Verkaufsrollen vereinfachen.

Wozu dienen Selling Roles in der Amazon Brand Registry?

Selling Roles bieten Zugriff auf ausgewählte markenbezogene Funktionen. Im Artikel wurden unter anderem A+ Content, Brand Store und Vine genannt. Bei der Änderung der Rollenverwaltung lohnt es sich auch zu prüfen, wer Zugriff hat und ob dieser den aktuellen Aufgaben der jeweiligen Person entspricht.

Was ändert sich bei Pan-EU FBA ab dem 3. September 2026?

Ab dem 3. September 2026 müssen Produkte, die Pan-EU FBA nutzen, unter Berücksichtigung der von Amazon vorgesehenen Ausnahmen auch in den Niederlanden ein aktives Angebot haben. Die Anforderung gilt sowohl für neue als auch für bereits bestehende Produkte, die das Programm nutzen.

Ab wann erfordert Pan-EU FBA ein Angebot in Belgien?

Die Anforderung für Belgien tritt am 26. Februar 2027 in Kraft. Vor der Angebotserweiterung empfiehlt es sich, die Vorbereitung des Listings, die Produktdokumentation, die Einhaltung lokaler Anforderungen sowie die operative Bereitschaft zur Betreuung des neuen Marktplatzes zu prüfen.

Wie bereitet man den Verkauf auf Amazon auf die neuen Anforderungen von AWD und Pan-EU FBA vor?

Es lohnt sich, Bestände und von Stockouts bedrohte Produkte zu analysieren, die Rollen und Zugriffsrechte in der Brand Registry zu überprüfen sowie Angebote für die Anforderungen in den Niederlanden und Belgien vorzubereiten. Wichtig ist auch zu prüfen, ob Listings, Dokumentation und operative Prozesse für die Betreuung weiterer Märkte bereit sind.

Quellen:

https://sellercentral.amazon.de/seller-news/articles/QTFQQTY3OTVVS01GUjkjR1ZCQUQ5SlZGWTc4VFRERA 

https://sellercentral.amazon.de/seller-news/articles/QTFQQTY3OTVVS01GUjkjR0JOUVVCOTdKSlJaNDdWWg 

https://sellercentral.amazon.de/seller-news/articles/QTFQQTY3OTVVS01GUjkjRzg3NjVXNkY4WlBCUktNSw 

Go2Market