
Marketing auf Amazon
Brand Store steigert die Konversion von Videokampagnen auf Amazon. Daten zeigen einen Vorteil von 23 %
12.08.2026

Zuletzt aktualisiert am: 12.08.2026
Ein reines Video in den Suchergebnissen reicht nicht mehr aus. Eine Marke kann zwar die Aufmerksamkeit des Nutzers gewinnen, das Produkt in Aktion zeigen und Interesse wecken, aber der Erfolg einer Kampagne entscheidet sich auch an dem Ort, zu dem die Anzeige führt.
Viele Werbetreibende leiten den Traffic von Sponsored Brands Video direkt auf die Produktseite weiter. Das ist der kürzeste Weg zu Preis, Bewertungen und der Kauf-Schaltfläche. Daten von Amazon zeigen jedoch, dass ein Brand Store das durch das Videomaterial aufgebaute Interesse effektiver nutzen kann.
„Sponsored Brands Video-Kampagnen mit einem Brand Store als Landingpage erzielten im Durchschnitt eine um 23 % höhere Conversion-Rate als Kampagnen, die auf Produktseiten weiterleiteten.“
Quelle: Amazon Internal, 2024
In der Praxis bedeutet dies, dass die Einbindung des Kunden in einen breiteren Markenkontext einen besseren Verkaufseffekt erzielen kann, als ihn sofort auf ein einzelnes Listing zu leiten.
Inhaltsverzeichnis:
Was bedeutet ein Anstieg der Conversion um 23 %?
Warum kann ein Brand Store effektiver verkaufen als eine Detailseite?
Wie sieht der Weg von der Anzeige zum Warenkorb aus?
Wie bereitet man ein Sponsored Brands Video für den Verkauf vor?
Welche Risiken müssen berücksichtigt werden?
Video ist nicht mehr nur ein reines Image-Instrument
Was sollten Marken tun?
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Lesezeit für diesen Artikel: 5 Minuten.
Was bedeutet ein Anstieg der Conversion um 23 %?
Sponsored Brands Video-Kampagnen, die zu einem Brand Store führten, erzielten im Durchschnitt eine um 23 % höhere Conversion-Rate als Kampagnen, die auf eine Detail Page weiterleiteten. Für Marken bedeutet dies die Chance, mehr Bestellungen aus demselben Werbe-Traffic zu generieren. Auf das Jahr gerechnet kann ein solcher Unterschied die Nutzung des Amazon Ads-Budgets, den ROAS und die Rentabilität des Verkaufs auf Amazon beeinflussen.
Prüfen Sie: Betreuung von Amazon Ads-Werbung
Das Ergebnis zeigt auch, dass die Landingpage nicht nur als technisches Element der Kampagnenkonfiguration ausgewählt werden sollte. Sie ist Teil der gesamten Customer Journey und einer der Faktoren, die beeinflussen, ob das Interesse letztendlich zu einem Kauf führt.
Warum kann ein Brand Store effektiver verkaufen als eine Detailseite?
Ein Brand Store gibt der Marke mehr Kontrolle darüber, was der Nutzer nach dem Klicken auf die Anzeige sieht.
Weniger Raum für Konkurrenzangebote
Auf der Produktseite kann der Nutzer günstigere Alternativen und andere Produkte sehen, die um seine Aufmerksamkeit konkurrieren. Im Brand Store bewegt er sich innerhalb der Umgebung einer einzigen Marke. Dadurch wird der Kontakt mit der Anzeige nicht sofort durch weitere Angebote und Vergleiche unterbrochen. Die Marke kann die Aufmerksamkeit des Nutzers länger halten und sie auf die eigenen Produkte, Kategorien und Verkaufsargumente lenken.
Breiterer Produktkontext
Ein Video weckt zwar Interesse, kann aber meist nicht alle Informationen vermitteln, die für eine Entscheidungsfindung nötig sind. Ein Brand Store kann die Werbebotschaft vertiefen. Der Nutzer sieht nicht nur ein einzelnes Produkt, sondern auch:
Andere Varianten
Zugehörige Produkte
Anwendungsbereiche
Markenwerte
Einen breiteren Kategoriekontext
Informationen, die bei der Auswahl der richtigen Lösung helfen
Dieser Ansatz kann insbesondere bei Premiumprodukten und erklärungsbedürftigen Produkten von großer Bedeutung sein.
Die konsistente Verknüpfung von Werbung, Content und der Präsentation des gesamten Portfolios ist besonders wichtig für Marken, die ihren eigenen Verkauf auf Amazon ausbauen möchten. Sehen Sie, wie die Verkaufsbetreuung auf Amazon für Hersteller aussieht.
Größeres Vertrauen in die Marke
Ein Kunde, der im Brand Store landet, sieht einen geordneten Bereich, der einer einzigen Marke gewidmet ist. Er kann deren Sortiment, Kommunikationsstil und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Produkte kennenlernen. Dadurch basiert die Kaufentscheidung nicht nur auf dem Preis und einem einzelnen Listing. Der Nutzer erhält mehr Informationen, die seine Zweifel abbauen und Vertrauen aufbauen können.
Fortsetzung der in der Werbung begonnenen Geschichte
Ein Video kann ein Problem, die Anwendung eines Produkts oder den Effekt seiner Nutzung zeigen. Der Brand Store ermöglicht es, diese Geschichte weiterzuerzählen und den Nutzer zum passenden Produkt zu führen. Hier greift der Mechanismus der Brand Immersion – das Eintauchen in die Markenwelt. Der Kunde landet nicht auf einem digitalen Regal mit einem einzelnen Produkt, sondern in einem Bereich, der an eine Markenboutique erinnert. Ein solcher Weg kann das Risiko eines schnellen Absprungs verringern. Der Nutzer hat mehr Gründe zu bleiben, sich mit dem Angebot vertraut zu machen und zum Kauf überzugehen.
Wie sieht der Weg von der Anzeige zum Warenkorb aus?
Die Wirksamkeit dieses Modells basiert auf der Konsistenz der einzelnen Phasen. Die Videoanzeige zieht zunächst die Aufmerksamkeit auf sich. Bewegung, die Präsentation des Produkts in Aktion und eine klare Botschaft bauen Interesse und Kaufabsicht auf. Nach dem Klick gelangt der Nutzer in den Brand Store. Dort sollte er eine Vertiefung desselben Arguments sehen, das im Video präsentiert wurde.
Wenn die Anzeige die Lösung eines bestimmten Problems zeigt, sollte der Brand Store dieses Versprechen sofort einlösen. Der Kunde sollte nicht erst nach dem Produkt suchen oder sich fragen müssen, wo er gelandet ist. Der letzte Schritt ist der Übergang zum eigentlichen Angebot und das Hinzufügen des Produkts zum Warenkorb. Der Brand Store soll diese Auswahl erleichtern und keine neuen Hürden aufbauen.
Wie bereitet man ein Sponsored Brands Video für den Verkauf vor?
Das Ergebnis einer Kampagne hängt nicht nur von der Wahl der Landingpage ab. Ebenso wichtig ist die Gestaltung des Videomaterials selbst.
Zeigen Sie Action ab der ersten Sekunde
Der Anfang des Videos sollte schnell Aufmerksamkeit erregen. Statt schwarzer Balken, einem langen Intro oder einem statischen Logo ist es ratsam, das Produkt sofort in Bewegung zu zeigen. Der Nutzer sollte schnell verstehen, was er sieht und warum das Produkt für ihn nützlich sein könnte. Am besten zeigt der Film die Lösung des Problems bereits in der ersten Hälfte des Beitrags.
Fügen Sie Text-Overlays hinzu
Viele Videos werden ohne Ton abgespielt. Die wichtigsten Argumente müssen daher auch auf dem Bildschirm erscheinen. Die Texte sollten kurz, gut lesbar und auf das Bild abgestimmt sein. Ihre Aufgabe ist es, den Hauptnutzen oder die Funktion zu vermitteln, ohne dass man einen Sprecher hören muss.
Achten Sie auf die Konsistenz zwischen Video und Brand Store
Das Videomaterial und die Landingpage sollten einen einheitlichen Kommunikationspfad bilden. Wenn das Video eine bestimmte Funktion, Anwendung oder ein Problem zeigt, sollte der Brand Store den Nutzer zu dem Bereich leiten, der genau dieses Thema vertieft. Mangelnde Konsistenz kann das Interesse abschwächen. Der Nutzer klickt mit einer bestimmten Erwartung auf die Anzeige und findet nach dem Wechsel auf die Seite die gesuchte Information nicht.
Konzentrieren Sie sich auf eine Länge von 15-30 Sekunden
Das Material sollte die wichtigste Information vermitteln, ohne den Empfänger zu überfordern. Ein Format von 15–30 Sekunden ermöglicht es, Informationen mit einer dynamischen Produktpräsentation zu verbinden. Es bietet genügend Zeit, um das Problem, die Lösung und eine Handlungsaufforderung (Call to Action) darzustellen.
Platzieren Sie das Logo am Ende
Das Logo kann das Material abrunden und dem Nutzer in Erinnerung rufen, mit welcher Marke er gerade in Kontakt gekommen ist. Zuerst sollten jedoch das Produkt und seine Anwendung im Vordergrund stehen. Wenn das Markenlogo am Ende erscheint, wirkt es als Zusammenfassung der Botschaft und nicht als Verzögerung, bevor der Nutzen präsentiert wird.
Welche Risiken müssen berücksichtigt werden?
Eine höhere durchschnittliche Conversion-Rate bedeutet nicht, dass jede Kampagne, die zum Brand Store führt, automatisch ein besseres Ergebnis erzielt.
Höhere CPC-Kosten
Sponsored Brands Videos konkurrieren um prominente Platzierungen in den Suchergebnissen. Aus diesem Grund können diese Kampagnen einen höheren CPC aufweisen. Eine höhere Conversion sollte daher immer im Zusammenhang mit den Traffic-Kosten und dem ROAS analysiert werden. Die reine Anzahl der Bestellungen liefert kein vollständiges Bild der Rentabilität.
Überladener Brand Store
Ein Brand Store kann die Conversion nur dann steigern, wenn er dem Nutzer hilft, eine Entscheidung zu treffen. Zu viele Bereiche, Produkte und Botschaften können den gegenteiligen Effekt haben. Der Kunde fühlt sich möglicherweise überfordert und verlässt die Seite. Das Layout sollte einfach, übersichtlich sein und zu einer konkreten Aktion führen.
Schlechte mobile Optimierung
Ein Großteil der Nutzer sieht sich Anzeigen an und stöbert auf dem Smartphone nach Angeboten. Wenn der Brand Store auf einem kleineren Bildschirm unübersichtlich ist, kann das durch das Video aufgebaute Potenzial verloren gehen. Grafiken, Texte und das Layout der Abschnitte müssen auch auf mobilen Geräten einwandfrei funktionieren.
Amazon-Richtlinien
Amazon bewertet die Qualität von Werbematerialien sehr streng. Das Fehlen einer Markenregistrierung (Brand Registry) oder die Verwendung unzulässiger Elemente kann zur Ablehnung der Anzeige führen. Vor der Veröffentlichung sollte daher die Konformität des Materials mit den Anforderungen der Plattform überprüft werden.
Video ist nicht mehr nur ein reines Image-Instrument
In den vergangenen Jahren wurden Videoformate oft in erster Linie dazu genutzt, Markenbekanntheit aufzubauen. Der eigentliche Verkauf sollte später auf der Produktseite stattfinden.
Daten von Amazon zeigen eine Veränderung dieses Ansatzes. Sponsored Brands Videos in Verbindung mit einem Brand Store können eine direkte Verkaufsfunktion übernehmen und Performance-Maßnahmen unterstützen. Die Entwicklung der Werbeformate fügt sich in die umfassenderen Veränderungen bei Amazon Advertising ein, zu denen auch der zunehmende Einsatz von KI und die Automatisierung von Kampagnen gehören. Das Video fesselt die Aufmerksamkeit und zeigt das Produkt. Der Brand Store vertieft die Argumente, baut Vertrauen auf und hilft bei der Auswahl des richtigen Angebots.
Im Vergleich zu Standard-Display-Anzeigen kann diese Kombination einen höheren ROAS erzielen, insbesondere bei Produkten, die eine Demonstration oder zusätzliche Erklärungen erfordern.
Was sollten Marken tun?
Der erste Schritt sollte die Analyse der aktuellen Sponsored Brands Video-Kampagnen und ihrer Landingpages sein.
Leiten Sie ausgewählte Kampagnen an den Brand Store weiter
Es ist ratsam, den Traffic insbesondere bei Bestsellern, Premiumprodukten und erklärungsbedürftigen Angeboten auf den Brand Store zu leiten. Es geht nicht darum, automatisch alle Kampagnen umzustellen. Jeder Fall sollte individuell im Hinblick auf das Produkt, die Nutzerintention und die Qualität des Brand Stores bewertet werden.
Nutzen Sie den „Action-First“-Ansatz
Das Video sollte sofort das Produkt, seine Anwendung oder die Lösung eines Problems zeigen. Ein langes Intro kostet Zeit, die stattdessen für die Präsentation des Verkaufsarguments genutzt werden könnte.
Testen Sie Varianten
Es lohnt sich, verschiedene Versionen des Materials zu vergleichen, zum Beispiel:
15 und 30 Sekunden Länge
Lifestyle-Szenen im Vergleich zur Demonstration von Funktionen
Verschiedene Videoanfänge
Detail Page und Brand Store als Landingpages
A/B-Tests helfen herauszufinden, welches Format in einer bestimmten Kategorie und für eine bestimmte Zielgruppe am besten funktioniert.
Achten Sie auf die technische Qualität
Vor dem Start der Kampagne sollten Sie:
schwarze Ränder entfernen
gut lesbare Text-Overlays hinzufügen
die Darstellung des Materials auf dem Smartphone prüfen
die Konsistenz zwischen Video und Brand Store sicherstellen
sicherstellen, dass die Anzeige die Anforderungen von Amazon erfüllt
das Logo als Abschluss der Werbebotschaft nutzen
Was bedeutet das?
Das Ergebnis von 23 % zeigt, dass der Erfolg einer Sponsored Brands Video-Kampagne nicht allein vom Video selbst abhängt. Ebenso wichtig ist es, wohin der Nutzer nach dem Klick gelangt und ob die Landingpage die Botschaft der Anzeige nahtlos fortführt.
Der Brand Store bietet einer Marke den Raum, ein breiteres Sortiment zu präsentieren, die Sichtbarkeit von Konkurrenzprodukten einzuschränken und Argumente zu vertiefen, die in einem kurzen Video keinen Platz finden.
Wenn der Store übersichtlich, konsistent mit der Werbung gestaltet und für mobile Geräte optimiert ist, kann er den Nutzer effektiver zum Kauf führen.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Sollte Sponsored Brands Video besser auf den Brand Store oder auf die Produktseite verlinken?
Laut Amazon-Daten erzielten Sponsored Brands Video-Kampagnen, die Nutzer zum Brand Store leiteten, im Durchschnitt eine um 23 % höhere Conversion-Rate als Kampagnen, die direkt auf die Detail Page führten. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Brand Store in jeder Kampagne die beste Wahl ist – die Wahl der Landingpage sollte das Produkt, die Absicht des Nutzers und die Qualität des eingerichteten Markenshops berücksichtigen.
Warum kann ein Brand Store die Conversion einer Videokampagne steigern?
Ein Brand Store ermöglicht es, die im Video begonnene Werbebotschaft fortzuführen, ein breiteres Sortiment, Varianten und Anwendungen der Produkte zu zeigen und die Präsenz von Konkurrenzangeboten zu minimieren. Dadurch bleibt der Nutzer nach dem Klick in der Markenwelt und erhält mehr Informationen, die er für seine Kaufentscheidung benötigt.
Lohnt es sich, jede Sponsored Brands Video-Kampagne auf den Brand Store zu leiten?
Nein. In diesem Artikel empfehlen wir, den Brand Store vor allem für Bestseller, Premiumprodukte und erklärungsbedürftige Angebote in Betracht zu ziehen. Jeder Fall sollte individuell im Hinblick auf das Produkt, die Nutzerabsicht und die Qualität des Brand Stores bewertet werden.
Wie bereitet man ein effektives Sponsored Brands Video vor?
Das Material sollte das Produkt schnell in Aktion zeigen und seinen wichtigsten Nutzen oder seine Anwendung präsentieren. Es ist ratsam, gut lesbare Text-Overlays zu verwenden, auf die Konsistenz zwischen Video und Landingpage zu achten und zu prüfen, wie das Video auf mobilen Endgeräten dargestellt wird.
Wie lang sollte eine Sponsored Brands Video-Anzeige sein?
Im Artikel wird ein Format von 15–30 Sekunden empfohlen. Diese Länge reicht aus, um ein Problem darzustellen, das Produkt als Lösung zu präsentieren und den Nutzer zu einer weiteren Aktion zu animieren, ohne ihn mit zu vielen Informationen zu überfordern.
Wie verknüpft man Sponsored Brands Video optimal mit dem Brand Store?
Die Anzeige und der Brand Store sollten einen einheitlichen Kommunikationspfad bilden. Wenn das Video eine bestimmte Funktion, Anwendung oder Problemlösung zeigt, sollte der Nutzer nach dem Klick auf einen Bereich gelangen, der genau dieses Argument aufgreift und das Finden des passenden Produkts erleichtert.
Bedeutet eine höhere Conversion auch eine bessere Rentabilität der Kampagne?
Nicht immer. Sponsored Brands Videos können einen höheren CPC verursachen. Daher sollte die Conversion-Rate stets zusammen mit den Traffic-Kosten und dem ROAS analysiert werden. Die reine Anzahl der Bestellungen reicht nicht aus, um die Rentabilität einer Kampagne zu bewerten.
Wie lässt sich überprüfen, ob der Brand Store besser funktioniert als eine Detailseite?
Es empfiehlt sich, beide Varianten der Landingpage zu testen und die Kampagnenergebnisse miteinander zu vergleichen. Der Artikel empfiehlt A/B-Tests, die unter anderem den Brand Store und die Detail Page sowie verschiedene Längen und Versionen des Videomaterials abdecken.
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